Brautkleid Kosten: Was kosten Hochzeitskleider?

Die Wahl des Brautkleids gehört für viele Bräute zu den emotionalsten Momenten der Hochzeitsplanung. Gleichzeitig ist es einer der größten Budgetposten – und genau deshalb ist es sinnvoll, sich frühzeitig mit den tatsächlichen Kosten auseinanderzusetzen.

Eine Hochzeit kostet in Deutschland zwischen 12.000 und 25.000 Euro, je nach Größe und Anspruch. Das Brautkleid samt Outfit macht davon oft 10–15 % des Gesamtbudgets aus. Dieser Anteil unterstreicht, wie wichtig es ist, sich nicht nur in ein Kleid zu verlieben, sondern auch die finanziellen Rahmenbedingungen im Blick zu behalten.

Damit du genau weißt, worauf du dich einstellen kannst, bekommst du hier eine ausführliche Übersicht über Preise, Preisfaktoren, Trends und Spartipps.

Was kostet ein Brautkleid? Durchschnittspreise in Deutschland

Die Kosten eines Brautkleids hängen stark davon ab, wo du kaufst, welche Materialien verwendet werden und ob es sich um ein Designer- oder Outlet-Kleid handelt.

Durchschnittliche Brautkleid-Preise

  • Einfache Standesamtkleider: 150–400 €
  • Klassische Brautmodengeschäfte: 1.000–2.500 €
  • Designerkleider / Couture: 3.000–8.000 €
  • Luxusdesigner (leichte Couture): ab 8.000 €
  • Haute Couture: 20.000 bis über 100.000 €

Wenn du dein Brautkleid in einem hochwertigen Brautmodengeschäft auswählst, das neben einer Onlinepräsenz dir dein Kleid im Laden zur Verfügung stellt, kannst du mit einem Budget von 1.200–2.500 € realistisch dein Traumkleid finden. Designerkleider bewegen mehr zwischen 3.000 und 5.000 €. Neben der großen Auswahl bekommst du bei deinem Anprobetermin selbstverständlich eine professionelle Beratung.

Braut mit Hochzeitstorte

Hinweis: Die Preise für eigene maßgefertigte Brautkleider nach Wunsch, exklusive Designs und Luxusmarken kennen keine Preisgrenze. Echte Haute Couture findet man aber auch nicht in einem Brautmodegeschäft nebenan.

Was beeinflusst die Kosten eines Brautkleids? Die wichtigsten Preisfaktoren

Brautkleider gehören zu den aufwendigsten Kleidungsstücken überhaupt. Deshalb variieren die Preise stark.

1. Materialqualität

Luxuriöse Stoffe wie Seide, edler Satin, aufwendig bestickte Spitze oder mehrlagiger Tüll treiben den Preis nach oben. Je hochwertiger und detailreicher, desto teurer wird das Kleid.

2. Herstellungsaufwand

Viele Brautkleider werden teilweise in Handarbeit gefertigt. Das Anbringen von Spitze, Perlen und Applikationen nimmt viele Stunden in Anspruch. Je aufwendiger das Design, desto höher die Produktionskosten.

3. Maßanfertigung und Änderungen

Ein Kleid von der Stange muss angepasst werden. Änderungen kosten meist 150–600 € – abhängig von Umfang und Material. Maßanfertigungen dagegen sind deutlich teurer, da sie speziell für deinen Körper gefertigt werden.

4. Marke und Designer

Bekannte Brautmodenlabels kosten mehr, da du Qualität, Design, Markenimage und Handwerkskunst mit bezahlst.

Für einen Eindruck, was mit dem Schneidern eines Brautkleides alles zusammenhängt, haben wir hier ein interessantes Video:

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Brautkleid Kosten nach Kleidform – die große Preistabelle

Einige Schnitte benötigen mehr Stoff, stärkere Stützstruktur oder detailreiche Verarbeitung – und genau das beeinflusst den Preis.

KleidformTypische Preisspanne
2-Teiler400–1.500 €
A-Linie1.000–2.800 €
Empire800–2.000 €
Fit and Flare1.200–3.500 €
Jumpsuit200–1.200 €
Kurzes Kleid200–900 €
Mermaid / Meerjungfrau1.500–4.000 €
Mini-Brautkleid150–700 €
Plus Size1.300–3.500 €
Princess / Ballkleid1.800–5.000 €
Schwangerschaftsbrautkleid300–1.500 €
Standesamtkleid100–600 €

Zusätzliche Kosten: So viel kostet dein komplettes Brautoutfit

Viele Bräute unterschätzen die Nebenkosten. Plane unbedingt auch Folgendes ein:

Schuhe: 50–300 €
Schleier: 50–300 €
Schmuck & Accessoires: 50–500 €
Dessous / Shapewear: 30–150 €
Bolero, Stola oder Jacke: 40–200 €
Änderungen: 150–600 €
Hair & Make-up: 150–500 € (inkl. Probetermin und Styling)

Insgesamt liegst du damit realistisch bei 1.700–4.000 € für das komplette Brautoutfit. Gerade beim Styling solltest du realistisch planen, denn ein professionelles Ergebnis, das den ganzen Tag hält und auf Fotos perfekt aussieht, ist seinen Preis wert.

Brautkleider Kosten - Brautkleid Blush - Portraits-by-Jeroza

Brautkleid-Trends & Preise – diese Styles prägen die Saison

Die Trends beeinflussen nicht nur den Look, sondern oft auch den Preis. Kleider, die gerade stark im Trend sind — wie 3D-Blumenapplikationen, Tattoo-Spitze oder Varianten mit abnehmbaren Elementen — kosten in der Regel mehr als klassische, schlicht geschnittene Brautkleider. Der Grund liegt im erhöhten Aufwand: aufwendige Handarbeit, besondere Materialien und meist aufwändigere Schnittführung treiben den Preis deutlich nach oben. Während ein schlichtes, klassisches Kleid (z. B. eine einfache A-Linie oder Empire-Schnitt) oft im mittleren Preissegment liegt, kann ein trendiges, detailreiches Modell leicht in das obere Preissegment rutschen. Wir haben für euch ein paar Trendkleider preislich eingeordnet.

1. 3D-Blumenapplikationen

Mehrdimensionaler Tüll, handgefertigte Blüten und verspielte Details sorgen für einen romantischen, märchenhaften Look. Da die Verarbeitung extrem aufwendig ist, zählen diese Modelle zu den teureren – sie gehören oft in das obere Preissegment. Sie sind perfekt für Bräute, die auffallen und ein Kleid mit Wow-Effekt möchten.

2. Clean & Modern

Schlichte, zeitlose Brautkleider mit klaren Linien wirken besonders edel. Hochwertige Stoffe und perfekte Schnitte stehen hierbei im Mittelpunkt. Minimalistische Modelle z.B. fürs Standesamt sind oft günstiger als stark verzierte Kleider, ohne dabei an Eleganz zu verlieren — gerade deshalb sind sie eine preislich attraktive Alternative zu aufwändigeren Trends.

3. Abnehmbare Elemente

Überröcke, Ärmel, Schleppen oder Capes bieten flexible Stylingmöglichkeiten. Damit verwandelst du ein Kleid in mehrere Looks und sparst dir ein zweites Kleid. Abnehmbare Elemente sind besonders praktisch für Bräute, die bei Standesamt und Feier unterschiedliche Styles möchten. Preislich kann eine solche Vielseitigkeit im mittleren Bereich liegen – oft etwas teurer als einfache Modelle, aber deutlich günstiger als zwei separate Kleider.

4. Tattoo-Spitze und transparente Details

Feine Spitze, die optisch mit der Haut verschmilzt, sorgt für eine filigrane, glamouröse Optik. Solche Kleider erfordern Präzisionsarbeit und sind deshalb meist preislich im oberen Segment. Sie eignen sich perfekt für elegante, moderne Hochzeiten — aber du solltest dafür eher mit mittleren bis höheren Kosten rechnen.

5. Nachhaltige Brautmode

Recycelte Stoffe, faire Produktion und minimalistische Designs werden immer beliebter. Nachhaltige Labels liegen preislich meist im mittleren Bereich und bieten ein gutes Gefühl beim Kauf. Gleichzeitig unterstützt du damit umweltfreundliche Mode — preislich oft eine gute Balance zwischen Qualität, Stil und Kostenbewusstsein.

Brautkleider Kosten - Brautkleid schmal - Portraits-by-Jeroza

Je nachdem, welchem Trend du folgst, wirkt sich dies also direkt auf den Preis aus. Ein trendiges Kleid auszusuchen, bedeutet jedoch nicht sofort, je trendiger desto teurer. Am Ende ist es eher der Stil des Kleides, der sich auf dem Preis auswirkt. Man kann also durchaus modisch uptodate heiraten ohne sein Budget zu sprengen.

Wie kannst du die Brautkleidkosten reduzieren? Die besten Spartipps

Wir können verstehen, wenn man als Braut das schönste und vielleicht sogar trendigste Brautkleid für sich sucht. Brautkleider müssen jedoch nicht teuer sein. Mit ein paar cleveren Tricks sparst du schnell mehrere Hundert Euro.

1. Outlet-Brautmodengeschäfte mit niedrigeren Preisen

Hier findest du Designerbrautkleider zu 30–70 % reduzierten Preisen. Die Modelle stammen oft aus Vorjahreskollektionen oder waren Ausstellungsstücke. Die Qualität ist dieselbe, nur der Preis niedriger.

2. Brautkleid Kosten senken: Vorsaison-Kollektionen

Sobald neue Kollektionen eintreffen, reduzieren viele Geschäfte ältere Modelle. Du bekommst topaktuelle Kleider zu kleineren Preisen und kannst echte Schnäppchen machen. Viele Kleider aus der Vorsaison liegen weiterhin im Trend.

3. Lagerräumung: Hochzeitskleider Schnäppchen finden

Im Spätsommer oder Herbst räumen viele Geschäfte ihre Lager. Das ist die perfekte Gelegenheit, um dein Traumkleid günstiger zu ergattern. Die Auswahl ist groß und die Preise deutlich niedriger.

4. Kosten sparend & nachhaltig: Second hand

Nachhaltig, stilvoll und budgetfreundlich. Viele Kleider wurden nur wenige Stunden getragen und sehen aus wie neu. Für 200–800 € kannst du echte Designerstücke finden.

5. Brautkleid Kosten reduzieren: Ein Kleid für Standesamt & Feier

Ein wandelbares Kleid spart dir mehrere Hundert Euro. Durch Accessoires oder abnehmbare Elemente schaffst du zwei verschiedene Looks und brauchst kein zweites Kleid.

6. Früh anfangen, um beim Hochzeitskleidpreis zu sparen

Je früher du mit der Suche beginnst, desto größer ist die Auswahl. Last-Minute-Käufe sind meist teurer und bieten weniger Auswahl. Außerdem hast du genug Zeit, um Preise und Modelle zu vergleichen. Dieser Rat gilt genauso für die Suche und Preise anderer Dienstleister, wie dem Fotografen, Caterer oder dem DJ.

Bridal-Jumpsuit

Brautkleider aus China: Was kosten sie & warum solltest du vorsichtig sein?

Online-Shops werben oft mit Brautkleidern für 50–200 €, hinzu kommen Versandkosten von 20–60 € und eventuell Zollgebühren. In der Realität entsprechen diese Kleider jedoch häufig nicht den Erwartungen: Stoffe sind oft dünn oder synthetisch, die Optik weicht stark von den Fotos ab, Größen stimmen selten, Nähte und Applikationen sind oft mangelhaft und Rückgabe ist meist unmöglich. Auch chemische Gerüche treten häufig auf. Die vermeintliche Ersparnis ist daher das Risiko in den meisten Fällen nicht wert – besonders an deinem Hochzeitstag.

Fazit: Wie viel kostet ein Brautkleid wirklich?

Für ein hochwertiges Brautkleid kannst du mit 1.200–2.500 € rechnen. Mit Outfit, Änderungen und Styling kommst du insgesamt schnell auf 1.700–4.000 €.

Wichtig ist, dass du dein Budget früh festlegst, Preise vergleichst und ein Brautmodengeschäft wählst, das dich professionell begleitet. Die Gesamtkosten reduzierst du mit einer cleveren Planung.  Wenn du dann auch noch ein paar weitere Spartipps einhältst, findest du auch dein Traumkleid ohne dabei euer Hochzeitsbudget zu sprengen.


Fotocredits: Titel und Braut mit Torte: Esther Griffin Photography. Brautkleid mit Tüll und transparentes Brautkleid Mitte: Portraits by Jeroza. Foto Jumpsuit: Rachel Jordan Photography.