Nach der Hochzeit in das eigene Heim einziehen – wie findet sich die passende Immobilie?

Eigene Immobilie nach der Hochzeit kaufen?

Den Traum von der eigenen Wohnung oder dem Eigenheim wollen viele Brautpaare gleich nach der Hochzeit verwirklichen. Während manche Brautleute auf der Suche nach einem geeigneten Mietobjekt sind, fehlt anderen Paaren das passende Grundstück für das geplante Bauvorhaben. Fachleuten zufolge wollen immer mehr Ehepaare unmittelbar nach der Trauung in das eigene Heim einziehen.

Gebrauchte Immobilie oder Neubau?

Der Kauf einer Immobilie muss jedoch sorgfältig geplant werden, um das gemeinsame Budget nicht zu strapazieren und im ersten Ehejahr vor finanziellen Schwierigkeiten zu stehen. Nach Informationen von Immobilienagenturen wechseln derzeit in Deutschland vorwiegend gebrauchte Immobilien den Besitzer. Neubauwohnungen sind indessen an vielen Wohnorten Mangelware. Dies liegt auch daran, dass der Kauf gebrauchter Immobilien auf den ersten Blick günstiger erscheint als ein Neubau. Schäden durch Abnutzungserscheinungen bei Bestandswohnungen und -häusern müssen jedoch vom Käufer instand gesetzt werden. Wenn eine Immobilie langfristig ihren Wert behalten soll, sind regelmäßige Modernisierungs- Instandhaltungs- oder sogar Sanierungsarbeiten notwendig.

Immobilien vor dem Kauf gewissenhaft prüfen

Experten empfehlen deshalb, vor dem Kauf einer Immobilie sorgfältig zu prüfen, ob das ausgewählte Objekt tatsächlich seinen Kaufpreis wert ist. Meist wird ein Immobilienkauf über einen Kredit finanziert. Bei der Rückzahlung eines Darlehens stellen die Zinsen häufig den größten Anteil an den monatlichen Raten dar. Unter bestimmten Voraussetzungen können diese jedoch bei der Steuererklärung mit angegeben und das zu versteuernde Einkommen dadurch gemindert werden. Bei einem Anbieter wie kredit-zeit gibt es nützliche Tipps rund um das Thema Finanzierung sowie einen Kreditratgeber und günstige Kredite und Informationen über die unterschiedlichen Kreditformen. In vielen Finanzratgebern finden sich komplizierte Beschreibungen über dieses Thema – hier ist es einfach erklärt! Zahlreiche Immobilienkäufer beauftragen einen Gutachter, um sich über den Zustand einer Immobilie zu informieren. Wirtschaftlich erweist sich dies jedoch nicht als zweckmäßig, wenn bereits bei jedem interessanten Objekt ein Immobiliengutachter zu Rat gezogen wird, auch wenn noch gar nicht feststeht, ob das Haus überhaupt infrage kommt.

Fehlkäufe durch aufmerksame Prüfung vermeiden

Eine erste oberflächliche Einschätzung kann deshalb auch von Familienangehörigen oder Freunden, die gemeinsam mit dem Brautpaar die Immobilie besichtigen, vorgenommen werden. Fachleute raten vor einer Objektbesichtigung zur Einsichtnahme in die Bauakte, woraus hervorgeht, welche Modernisierungs- und Renovierungsmaßnahmen bereits durchgeführt wurden. Ein wichtiger Punkt ist die Abklärung über anstehende Reparaturen oder Sanierungsmaßnahmen, die einen günstig erscheinenden Kaufpreis wesentlich erhöhen können. Auf die Euphorie folgt nach dem Kauf des Eigenheims schnell die Ernüchterung, wenn Arbeiten an der Fassade oder am Dach anstehen, die erhebliche Kosten verursachen.

Kosten für Renovierungen beachten

Zudem ist bei allen Umbau- und Sanierungsmaßnahmen darauf zu achten, dass die Statik des Hauses nicht beeinträchtigt wird. Zu den kostenintensivsten Renovierungsmaßnahmen zählen die Sanierung einer Hausfassade und das Eindecken eines Daches. Bei einer Eigentumswohnung können derartige Maßnahmen auf der Eigentümerversammlung auch ohne die Einwilligung einzelner Eigentümer beschlossen werden. Die Sanierungsarbeiten werden dann aufgrund des Mehrheitsbeschlusses durchgeführt, wobei jeder Wohnungseigentümer seinen Anteil an den Kosten übernimmt. Kann ein Eigentümer seinen Beitrag nicht leisten, hat dies unangenehme Folgen. Eine aufmerksame Prüfung der Immobilie stellt deshalb die wichtigste Basis für eine Kaufentscheidung dar. Eventuelle Mehrkosten, die bei der Beseitigung vorhandener Schäden entstehen, können realistisch kalkuliert und das notwendige Budget eingeplant werden.

Bauakte und Prüfprotokolle einsehen

Bei Neu-Objekten ist auch eine Nachfrage nach dem Architekten und dessen Referenzen gestattet. Vor dem Kauf muss die Bauakte vorliegen, außerdem sollten sich die Käufer die ordnungsgemäße Genehmigung von Dach, Keller sowie eventueller Anbauten vorlegen lassen. Eine Einsichtnahme in die Bauakte erfolgt am besten bereits vor dem Besichtigungstermin. Bei der Begehung mit dem Verkäufer muss geklärt werden, ob die Immobilie ausreichend Platz bietet und sich gegebenenfalls erweitern lässt, wenn Kinder die Familie vergrößern. Der Kauf einer Wohnung oder eines Hauses ist immer mit Kosten verbunden, die bei einem Weiterverkauf nicht erstattet werden. Dazu zählen beispielsweise Kosten für den Notar und die Eintragung im Grundbuch, die derzeit circa 1,5 Prozent des Kaufpreises betragen. Maklergebühren können ebenso wenig wie die Grunderwerbssteuer beim Immobilienverkauf geltend gemacht werden. Damit sich das Eigenheim bezahlt macht, sollte es wenigstens ein paar Jahre lang als Wohnsitz dienen.

Weitere Kriterien beim Immobilienkauf

Zu den weiteren Kaufkriterien zählt die Ausstattung der Immobilie, die den aktuellen Standards entsprechen sollte. Die Belichtung der Wohnräume muss ausreichend sein und Zuschnitt und Deckenhöhen eine individuelle Möblierung ermöglichen. Eine sanitäre Grundausstattung sollte neuwertig und funktionsfähig sein. Bei einer Objektbegehung empfiehlt es sich, auf Leitungen und Anschlüsse für Internet, Telefon und Kabelfernsehen zu achten, da eine nachträgliche Verlegung mit hohen Kosten verbunden ist. Fachleute raten, sich Prüfprotokolle über eine regelmäßige Kontrolle der Heizungsanlage zeigen zu lassen, um deren Zustand zu beurteilen und notwendige Reparaturen ausschließen zu können.

Auf die richtige Lage achten

Durch regelmäßige Wartungsarbeiten können hohe Betriebskosten vermieden und die Anlage vor vorzeitigem Ausfall bewahrt werden. In die Kaufentscheidung sollte auch das vorhandene Platzangebot mit einbezogen werden. Die Gesamtgröße des Objektes gibt Aufschluss über den Umfang des Pflegeaufwands. Wenn sich das Eigenheim in einem Neubaugebiet befindet, ist während eines längeren Zeitraums mit Schmutz und Lärm zu rechnen. Der Wert eines Hauses ist zudem ständigen Änderungen unterworfen und kann abhängig von der Nachfrage fallen oder steigen. Bei der Kaufentscheidung spielt deshalb die Lage eine wichtige Rolle. Ein an der Hauptstraße gelegenes Einfamilienhaus besitzt nicht den gleichen Wert wie eines in einem ruhigen Wohngebiet. Für eine Immobilie an einer Hauptverkehrsstraße findet sich später vermutlich kein Käufer, wodurch der Hausverkauf zu einem finanziellen Verlust werden kann. Fachleute empfehlen deshalb, bei einem Immobilienkauf vor allem auf die richtige Lage zu achten.

Titelbild von Brandy Angel Photography.

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