Stilvolle und trotzdem bequeme Brautschuhe finden – mit diesen Schuhen könnt ihr die ganze Nacht durchtanzen

Den perfekten Brautschuh finden | © PantherMedia /Arne Trautmann

Nach dem Kauf des Brautkleides ist es nur noch ein Kinderspiel, den dazu passenden Brautschuh zu finden? Schön wär´s! Was anfangs auf der langen Hochzeitsvorbereitungs-Liste schnell nach unten rückt, kann im Schuhgeschäft für kleinere (oder auch größere) Probleme sorgen. Denn nicht nur das Aussuchen des Brautkleides, sondern auch das der Schuhe, stellt sich mitunter als durchaus aufwendig heraus.

Tatsächlich ist die Auswahl des perfekten Brautschuhs schwieriger als gedacht. Dies hängt damit zusammen, dass gleich zwei Anforderungen an das Schuhwerk miteinander verknüpft werden: Einerseits soll es stilvoll, andererseits auch bequem sein. Wir zeigen euch mit vier Tipps, worauf ihr beim Kauf achten müsst, damit eure Schuhe den optischen Ansprüchen genügen und ihr auf der Tanzfläche trotzdem nicht unter schmerzenden Füßen leiden müsst.

Erster Tipp: Kleid und Schuh aufeinander abstimmen

Zu Beginn sei eines gesagt: Es ist in der Regel nicht empfehlenswert, seinen Brautschuh vor dem Brautkleid zu kaufen. Mit der Wahl des Schuhs legt man sich auf einen bestimmten Stil fest, der eventuell später nicht mit dem Brautkleid harmoniert, sodass man den Schuh wieder zurückgeben muss. Daher ist es stets besser, das Schuhwerk auf das restliche Outfit abzustimmen.

Dies beginnt bereits bei der Farbe. Die meisten Brautkleider sind in hellen Tönen wie Ivory, Nude oder Elfenbein gehalten. Auch wenn es auf den ersten Blick vielleicht nicht so scheint, gibt es zwischen diesen einzelnen cremefarbenen Nuancen im Vergleich deutliche Unterschiede. So passen beispielsweise reinweiße Schuhe nicht zu einem perlenfarbenen Einteiler. Achtet deswegen darauf, dass eure Schuhe im gleichen Ton gestaltet sind wie euer Kleid.

Im Trend liegen auch Schuhe in Metallic-Tönen. Mit Modellen in Silber, Gold oder Rosé umgeht man das Problem, dass die Schuhe farblich nicht zum Kleid passen und setzt glitzernde Akzente. Dabei muss man lediglich darauf achten, dass im Schmuck die gleiche Schattierung aufgegriffen wird. Wer es noch auffälliger mag, kann auch zu farbigen Exemplaren greifen. Rosa oder Koralle wären hier Alternativen, die sich ideal mit gleichfarbigen Blumen im Brautstrauß kombinieren lassen. Natürlich geht das nur, wenn das Kleid es zulässt und der Look dann nicht zu überladen wirkt. Generell gilt der Grundsatz: Je schlichter das Kleid ist, desto mehr Auffälligkeiten sind in den Accessoires möglich.

Übrigens: Die Länge des Hochzeitskleides wird an die Höhe der Schuhe angepasst, weshalb ihr eure Schuhe spätestens bis zum letzten Änderungstermin bei eurer Schneiderin oder eurem Schneider ausgesucht haben solltet. Sie oder er wird es euch danken, wenn ihr die Schuhe zur Anprobe mitbringt.

Zweiter Tipp: Material und Verarbeitung beachten

Klassischer Brautschuh von Werner Kern | Julia Basmann Photography
Klassischer Brautschuh von Werner Kern | Julia Basmann Photography

Der Großteil der momentan zu kaufenden Brautschuhe ist aus Leder, Satin oder Kunstleder gefertigt. Auch wenn Kunstleder sehr robust gegen Schmutz und Nässe ist, empfiehlt es sich, auf echtes Leder zurückzugreifen. Dieses passt sich besser an den Fuß an, ist weicher und dadurch bequemer. Auch Satin ist eine gute Wahl. Wichtig ist es in jedem Fall, beim Inneren des Schuhs auf Synthetik zu verzichten und stattdessen auf atmungsaktive und feuchtigkeitsabsorbierende Materialien zurückzugreifen. Anderenfalls kommt es schnell zu Schweißbildung und in der Folge zu unschön riechenden Füßen.

Die Sohle der Schuhe sollte so gestaltet sein, dass ein leichtes und trotzdem noch kontrollierbares Drehen auf dem Tanzparkett möglich ist. Auch hier eignet sich Echtleder ideal. Wer doppelt auf Nummer sicher gehen möchte, um zu verhindern, auf der Tanzfläche auszurutschen, kann sich die Sohle seiner gekauften Schuhe professionell vom Schuster anrauen lassen.

Damit im Nachhinein keine Enttäuschung aufkommt, sollte man in jedem Fall vor dem Schuhkauf die Qualität der beiden Schuhe genauer unter die Lupe nehmen. Eine gute Verarbeitung erkennt man daran, dass die Nähte an den Fersen nicht oder nur kaum sichtbar sind. Gerade an der Innenseite des Schuhs dürfen keine störenden Nähte zwicken, scheuern oder drücken. Denn Blasen an den Füßen sind wohl mit das Letzte, was man sich als Braut an seinem großen Tag wünscht.

Dritter Tipp: Bequemlichkeit ist das A und O

Der dritte Tipp schließt sich an den vorherigen an. Denn in der Regel sind diejenigen Schuhe, die aus hochwertigen Materialien gefertigt und zudem gut verarbeitet wurden, auch die bequemsten. Und Bequemlichkeit ist die wichtigste Eigenschaft, die Brautschuhe erfüllen müssen: Am eigenen Hochzeitstag werden schnell mal mehrere Kilometer zurückgelegt, wenn man den Weg zu den Locations bestreitet, die Gäste einzeln begrüßt oder den Hochzeitstanz präsentiert. Damit eure Füße nicht schon vor dem Anbrechen der Dunkelheit schlapp machen, solltet ihr unbedingt auf Bequemlichkeit achten. Ein schockdämpfender Absatz, eine flexible Sohle und ein weiches Innenmaterial sind die wichtigsten Voraussetzungen, um qualmenden Füßen vorzubeugen.

Nur mit Schuhen, die über eine perfekte Passform verfügen, kann man die ganze Nacht ohne Schmerzen an den Zehen oder Fußballen durchtanzen. Problematisch ist jedoch oft, dass es in Allround-Schuhgeschäften nur eine kleine Auswahl an Brautschuhen gibt. Auch viele spezialisierte Brautmodengeschäfte glänzen leider nicht mit der Anzahl unterschiedlicher Modelle und konzentrieren sich stattdessen eher auf Kleider als auf Schuhe. Dementsprechend empfiehlt es sich in jedem Fall, auch online nach dem idealen Schuhwerk Ausschau zu halten. Dort findet man die unterschiedlichsten Exemplare in zig verschiedenen Größen (oft sogar mit Zwischengrößen oder Breitenangaben). Es lohnt sich, mehrere Modelle und Größen zu bestellen, um anschließend die perfekte Passform zu finden.

Zum Beispiel bei Werner Kern findet ihr eine große Auswahl an Brautschuhen und könnt dabei sogar von einer kostenfreien Retoure und 30 Tagen Rückgaberecht profitieren. So bleibt genug Zeit, die verschiedenen Schuhe anzuprobieren und auf ihre Bequemlichkeit hin zu testen. Nur ein Schuh, der euch mit einer angenehmen Passform überzeugt, macht euch im Endeffekt glücklich. Habt ihr euch abschließend für ein Modell entschieden, ist es ratsam, vor der Hochzeit den Schuh immer mal wieder für längere Zeit am Stück zu tragen – etwa bei Tätigkeiten im Haushalt, bei denen der Schuh nicht dreckig werden kann. So beugt ihr Blasen und Druckstellen an eurem großen Tag vor.

Übrigens: Nicht nur für die Braut, sondern auch für den Bräutigam ist es selbstverständlich wichtig, dass das Schuhwerk am Hochzeitstag so optimal wie nur möglich passt. Klassisch-elegante oder auch extravagant-ausgefallene Herrenschuhe für jeden Geschmack, die trotzdem bequem sind, findet ihr hier.

Vierter Tipp: Welche Modelle zu welcher Frau passen

Extravaganter Brautschuh von Werner Kern | Julia Basmann Photography
Extravaganter Brautschuh von Werner Kern | Julia Basmann Photography

Die Frage nach dem richtigen Stil der Brautschuhe lässt sich nicht pauschal beantworten. Dieser hängt von verschiedenen Faktoren – zum Beispiel dem eigenen Geschmack, der Jahreszeit und (wie oben bereits erwähnt) dem Stil des Kleides – ab.

Die passende Absatzhöhe ist von Frau zu Frau unterschiedlich. Kleinere Frauen fühlen sich oft mit höherem Absatz wohler, weil dieser ihr Bein mehr streckt, wohingegen größere Frauen jeden Zentimeter zu viel scheuen. Grundsätzlich ist es bei Kleidern, die zum Beispiel durch einen Schlitz einen Blick auf das nackte Bein ermöglichen, geläufig, etwas mehr Absatz zu wählen. Bodenlange Prinzessinnen-Roben, die allenfalls die Schuhspitze zeigen, können dagegen auch ohne hohen Absatz getragen werden. Im Endeffekt entscheidet jedoch vor allem die Tragegewohnheit der Frau über die Höhe des Absatzes: Wer es gewöhnt ist, in hohen Schuhen zu laufen, kann eher einen hohen Absatz wählen als Frauen, die stets Turnschuhe tragen. Wichtig ist nämlich, dass der Gang zum Altar nicht in einer Stolperpartie endet.

Auch ob man einen offenen oder einen geschlossenen Schuh wählt, hängt von der Gewohnheit ab. Offene Schuhe bieten in der Regel weniger Halt als geschlossene Schuhe und eignen sich daher eher für erfahrene High-Heels-Trägerinnen. Luftige Peeptoes oder süße Riemchensandalen sind vor allem im Sommer beliebt, wenn die Temperaturen anderenfalls schnell für qualmende Füße sorgen können. Geschlossene Schuhe sind dagegen robuster und können bei niedrigeren Werten auf dem Temperaturmessgerät auch problemlos mit Strumpfhose getragen werden. Klassische Pumps sind dafür ideal. Letztendlich kommt es jedoch auf euren Geschmack an – und vor allem darauf, in welchen Schuhen ihr euch am wohlsten fühlt.