Den richtigen Verlobungsring finden – Material, Gestaltung und Preis

Verlobungsringe | © panthermedia.net /IgorTishenko

Die Verlobung ist ein ganz besonderer Schritt in einer Partnerschaft: Man beschließt, von nun an sein ganzes Leben miteinander zu verbringen. Der Verlobungsring gehört zu diesem bedeutenden Ereignis bereits seit der Antike fest dazu. Seine Form – ohne Anfang und Ende – symbolisiert die ewige Liebe, fortdauernde Treue und das Heiratsversprechen. Üblicherweise kauft immer noch der Mann den Ring und steckt ihn seiner zukünftigen Frau beim Heiratsantrag an den Finger.

Doch die Auswahl ist groß. Es gibt unzählige Farben, Formen und Größen und auch die Preise variieren stark. Bei dieser Vielfalt der Möglichkeiten hinsichtlich des Materials und der Gestaltung fällt es schwer, die richtige Entscheidung zu treffen und genau das zu finden, was (hoffentlich) gefällt und den Ansprüchen entspricht. Worauf muss man also besonders achten, wenn man den richtigen Ring für seine Partnerin finden möchte?

Das passende Material aussuchen

Bei der Wahl des Ringes sollte man zuerst überlegen, welches Material in Frage kommt. In den meisten Fällen bestehen Verlobungsringe aus Gold, Silber oder Platin; es werden aber auch andere Metalle wie Edelstahl oder Titan verwendet. Momentan liegen besonders Ringe aus Weißgold oder Rotgold im Trend, welche sofort auf den ersten Blick edel und modern wirken.

Weißgold, Platin oder Silber?!

Für die Entscheidung sollte man überlegen, wie oft der Ring getragen wird und ob man ihn auch noch nach der Hochzeit als sogenannten Vorsteckring tragen möchte. Ist dies der Fall, empfiehlt sich natürlich ein sehr langlebiges und widerstandsfähiges Material. Selbstverständlich spielen dabei aber auch die Kosten eine Rolle. Hier muss man abwägen, wofür es sich lohnt zu investieren. Sehr beständige, aber gleichzeitig angenehm zu tragende Ringe (wie zum Beispiel Exemplare aus Weißgold oder Platin) sind aufgrund ihrer Qualität eher im höheren Preissegment anzusiedeln. Modelle aus Silber dagegen sind dafür beliebt, dass man beim Kauf nicht so viel Geld aufbringen muss, bilden im Gegenzug aber auch leichter Kratzer auf der Oberfläche.

Grundsätzlich sollte die Wahl des Metalls natürlich zum Partner passen. Es bietet sich an, den alltäglichen Stil des zukünftigen Ehepartners einzubeziehen. Wenn dieser beispielsweise nur Goldschmuck besitzt, liegt es nahe, dieses Edelmetall auch für den Verlobungsring zu wählen. Oft kann auch ein Freund oder eine Freundin bei der Qual der Wahl helfen und einschätzen, welche Farbe wahrscheinlich am besten ankommen wird.

Verschiedene Arten der Gestaltung

Moderne Eheringe | © panthermedia.net /prg0383
Moderne Eheringe | © panthermedia.net /prg0383

Klassisch für viele amerikanische Verlobungsringe ist der Solitär – also ein großer, einzeln gefasster Brillant, der auf einer sonst eher schlicht gehaltenen Ringfassung den Blickfang bildet. Einige Frauen bevorzugen allerdings eher schlichtere Varianten ohne Solitär, da diese im alltäglichen Gebrauch praktischer sind und beispielsweise nicht beim Sport stören. Auch bei der Gestaltung gilt es also abzuwägen, ob die Partnerin auf ein auffälliges Design oder eher auf die Eignung für den Alltag Wert legt. Wenn der Verlobungsring später in Kombination mit dem Ehering getragen werden soll, dann ist meistens empfehlenswert, ein eher neutraleres Modell zu wählen, damit nachher beide Ringe harmonieren.

Verlobungsringe mit Diamanten

Traditionell werden Verlobungsringe oft von Diamanten geziert – wohl wegen ihres Anblicks, ihres Wertes und dadurch, dass wir Diamanten mit Liebe und Romantik verbinden. Natürlich spielt auch hier der Preis eine Rolle. Ein Ring mit mehreren eingesetzten funkelnden Edelsteinen ist in der Regel teuer als einer, der zwar aus dem gleichen Material besteht, aber weniger Verzierungen aufweist. Die Ringe können zudem eine schmale oder breite, eine gerade oder geschwungene Form aufweisen. Prinzipiell passen zarte Ringe eher zu Frauen mit zierlichen Händen; klobigen Modellen ist in diesem Fall eher abzuraten, aber es gibt natürlich auch Ausnahmen. Es liegt also erneut beim Mann, für seine zukünftige Frau die richtige Entscheidung zu treffen.

Mittlerweile gibt es sogar Möglichkeiten, selbst einen Ring zu gestalten. Entweder persönlich beim Juwelier oder online über das Internet kann man seinen Wunschring selbst designen und dabei aus verschiedenen Edelsteinen, Schliffarten und Verzierungen wählen. Dementsprechend kann das Schmuckstück individuell nach Geschmack und Zielsetzung erstellt werden und wird so noch persönlicher. Dies ist gerade für kreative Partner, die die Wunschvorstellungen ihrer Liebsten genau im Kopf haben, eine attraktive Möglichkeit.

Was man sonst noch beachten muss

Mann macht einen Heiratsantrag | © panthermedia.net /Wavebreakmedia ltd
Mann macht einen Heiratsantrag | © panthermedia.net /Wavebreakmedia ltd

Die Bedeutung des Verlobungsringes sollte nicht vernachlässigt werden – schließlich geht es hier um die Frau, die man heiraten will und mit der man somit jeden Tag seines Lebens verbringen möchte. Damit die zukünftige Frau nicht nur am Ringfinger, sondern auch im Gesicht strahlen kann, muss ihr der Ring gefallen und zu ihr passen. Also ist es wichtig, sich vorher Gedanken zu machen, mehrere Geschäfte und Internetangebote zu vergleichen und nicht sofort den erstbesten Ring zu nehmen.

Gravur auf dem Trauring?!

Nicht nur bei Trauringen, sondern ebenfalls bei Verlobungsringen ist es ein schönes Zeichen, eine persönliche Gravur anfertigen zu lassen. Das können beide Namen, das Datum der Verlobung oder das eines anderes anderen wichtigen Tages sein. Manchmal werden auch liebe Sprüche graviert – hier gibt es keine besonderen Richtlinien. Durch diese individuelle Note wird der Ring noch persönlicher und zeigt der Frau, dass „Mann“ sich wirklich intensiv mit dem Thema auseinandergesetzt hat.

Hat man sich dann endgültig für ein Exemplar entschieden und ist zufrieden mit seiner Wahl, steht dem Kauf eigentlich nichts mehr im Wege. Damit jedoch auch die richtige Größe ins Schmuckkästchen wandert, ist es von Nutzen, einen passenden Ring der Freundin mit zum Juwelier zu bringen, der dann als Vergleichsgröße verwendet werden kann. Ist einem dies zu riskant, findet man im Internet weitere Möglichkeiten, die Ringgröße heimlich herauszufinden. Wenn man sich trotzdem unsicher ist, den Ring lieber etwas zu groß als zu klein kaufen – bei fast allen Modellen kann man den Umfang im Nachhinein verringern lassen.

Fazit: den richtigen Verlobungsring finden

Auf dem Weg zum ultimativen Verlobungsring liegen so einige Schwierigkeiten und man muss viele kleine, aber trotzdem wichtige Entscheidungen treffen. Überlegtes Handeln und Vergleichen von Angeboten hilft dabei, die Probleme zu überwinden und die Suche zu erleichtern. Dabei gilt es allerdings immer, die Gestaltung in Bezug auf Qualität und Kosten auszuwählen, damit man nicht vom ganzen Funkeln und Glitzern der Schmuckstücke geblendet wird. Wenn man diese Punkte beachtet, kommt man dem perfekten Verlobungsring ein ganzes Stück näher – und der Heiratsantrag kann kommen.